Das sind wir: Mehr als 100 Jahre Erfahrung in Elektrotechnik

Ein gewachsenes Netz im Südwesten Deutschlands und Luxemburg gewährleistet kompetente Nähe zu Ihnen, unseren Kunden. Lesen Sie hier, was uns als Traditionsunternehmen ausmacht.

Die BruderGruppe ist eine nach der Inhaberfamilie benannte Unternehmensgruppe von Elektrogroßhandelshäusern und Anbietern weiterer technischer Dienstleistungen in Deutschland.

Mitte der 50er-Jahre übernahm Gründer Franz Bruder die Reparaturwerkstatt Friedrich Streb in Offenburg, wo sich nach wie vor das Stammhaus des Unternehmens befindet. Mittlerweile zählt die BruderGruppe ca. 900 Mitarbeitende an 25 Standorten in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, dem Saarland und Luxemburg. Die Gruppe besteht aus drei Unternehmenszweigen: Elektrogroßhandlungen, Unternehmen für Elektro-Antriebstechnik und Küchenstudios.

Seit mehr als 60 Jahren wächst die BruderGruppe und erweitert ihre Kompetenzen kontinuierlich. Unter der Führung von Markus Bruder und Michael Ufheil erzielen die mehr als 900 Mitarbeitenden einen Jahresumsatz von > 300 Millionen Euro.

In starken Verbänden vertreten

  • MITEGRO
  • gme
  • IMELCO
  • e-masters
  • PREMIUM-MARKE

Als Elektro-Vollsortimentgroßhandel bieten wir unseren Kunden die komplette Bandbreite elektrotechnischer Produkte - von der Aderendhülse bis zum Schaltschrank; von der SPS-Steuerung bis zum Sensor, vom modernsten Fernsehgeräten bis zur hochwertigen Kühl-Gefrierkombination; von der PV-Anlage bis zur Wärmepumpe eines Mehrfamilienhauses und von der Energiesparlampe bis zur vollständigen Gebäudeausleuchtung.

Standorte für Elektrogroßhandel

Aus Tradition sind wir ein Elektromaschinenbaubetrieb mit den Schwerpunkten Planung, Wartung und Reparatur von elektrischen Antrieben jeglicher Art und Größe. Unsere gut ausgebildeten Mitarbeiter, die an regelmäßigen Schulungen zur Weiterbildung teilnehmen, kümmern sich gerne um Ihre Belange. Wir beraten Sie zum Thema Motorwartungen und -reperaturen (Gleichstrommotoren, Drehstrommotoren, Servomotoren) über Antriebslösungen bis hin zur fertigen Steuerung mit Schaltschrank.

Standorte für Elektroantriebstechnik

Freundliche und erfahrene Fachberater garantieren neben exzellent geplanten Küchen auch den Einsatz hochwertiger Geräte und die maßgeschneiderte Nutzung des breiten Angebotes an unterschiedlichen Dienstleistungen. Kommen Sie zu uns und erfahren Sie den Unterschied.

Standorte für Küchenwelt

Eine langjährige Geschichte

Franz Bruder hat 1954 die Reparaturwerkstatt Friedrich Streb übernommen und damit den Grundstein gelegt. Mittlerweile zählt die BruderGruppe über 25 Standorte in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, dem Saarland und Luxemburg.

Menschen machen Märkte

Erleben Sie den Unterschied

Ein wichtiges Merkmal unserer Unternehmensgruppe ist die Fachberatung - durch Menschen.
Technisches Wissen über die Produkte, speziell auch über Produktinnovationen und deren Einsatzgebiete werden durch unsere hauseigenen Spezialisten an unsere Kunden weitergegeben.

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News & Aktuelles

ELMAR 2021 – der Startschuss ist gefallen
Der ELMAR, der etablierte Markenpreis der Initiative „Elektromarken. Starke Partner.“, geht in eine neue Runde.

Der ELMAR, der etablierte Markenpreis der Initiative „Elektromarken. Starke Partner.“, geht in eine neue Runde: Der Startschuss für den Wettbewerb um den begehrten Markenpreis der Elektrobranche ist gefallen. Die Teilnahme ist ab sofort online über die Website der Initiative (elektromarken.de) bis zum 15. August 2021 möglich.

 

Seit 2008 kürt die Initiative „Elektromarken. Starke Partner.“ jährlich mit dem Markenpreis herausragendes Markenbewusstsein, innovative Konzepte und neue Strategien im Elektrohandwerk. „Die Markeninitiative sah sich im vergangenen Jahr in der Verantwortung, die ELMAR-Teilnehmer und engen Partner sowie ihre Mitarbeiter und Dienstleister zu schützen. Daher wurden der ELMAR 2020 sowie das ‚Markenforum der Elektrobranche 2020‘ nach reiflicher Überlegung abgesagt, in der Hoffnung, in 2021 wieder mit voller Kraft in eine nächste und ungetrübte Runde zu gehen. Bis heute stellt uns die Corona-Pandemie vor besondere Herausforderungen. Dennoch schauen die Elektromarken voller Zuversicht in die Zukunft: Alle Mitgliedsunternehmen der Initiative entwickeln sich aktuell sehr gut im Markt – weil sie starke Marken sind. Dies möchten wir gerne weitergeben und markenstarken Elektrohandwerksbetrieben auch in diesem Jahr die Chance geben, sich durch die Auszeichnung mit dem ELMAR deutlich von anderen Handwerksbetrieben zu unterscheiden und sich als kompetenten Markenpartner zu kennzeichnen“, so der Vorstand der Initiative „Elektromarken. Starke Partner.“.

 

Gegliedert ist der ELMAR auch in diesem Jahr in fünf Kategorien: Die Kategorien eins bis drei sind nach Unternehmensgröße gestaffelt. In der Kategorie vier können sich junge Betriebe, deren Gründung nicht länger als drei Jahre zurückliegt, für den „ELMAR Newcomer“ bewerben. Attraktive Arbeitgebermarken werden in der Kategorie fünf ausgezeichnet – der „ELMAR Arbeitgeber“ wurde 2017 erstmals als Reaktion auf den omnipräsenten Fachkräftemangel verliehen. Während in den Kategorien eins bis drei „Gold“, „Silber“ und „Bronze“ verliehen werden, prämiert die Initiative in den Kategorien „ELMAR Newcomer“ und „ELMAR Arbeitgeber“ jeweils ein Unternehmen.

 

Auch 2021 bietet die Initiative „Elektromarken. Starke Partner.“ eine Vielzahl Marken unterstützender Maßnahmen – und das bereits mit der Teilnahme: Markenstarke Tipps bietet das „ELMAR E-Learning-Tool“, welches eigens für den Wettbewerb entwickelt wurde und exklusiv nur für ELMAR-Bewerber zugänglich ist. Hier werden nicht nur Tipps zur Bildung, Entwicklung und Führung einer Marke gegeben, sondern auch positive und negative Beispiele anschaulich erläutert. Zusätzlich können die Bewerber:innen im Markencheck ihr eigenes Unternehmen testen: Die Resultate werden gespeichert, Fortschritte und Vergleiche sind einfach messbar. Ergänzend zu dem „ELMAR E-Learning-Tool“ stellt die Initiative den ELMAR-Bewerber:innen eine deutschlandweite Liste von qualifizierten Kreativ-Agenturen mit Fokus auf Markenentwicklung zur Verfügung. Bei Bedarf können Unternehmen sich so professionelle Unterstützung im regionalen Umkreis suchen.

 

Die ELMAR-Kategorien im Überblick

 

  • Kategorie 1: Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern
  • Kategorie 2: Unternehmen mit 11 bis 30 Mitarbeitern
  • Kategorie 3: Unternehmen mit mehr als 30 Mitarbeitern
  • Kategorie 4: ELMAR Newcomer | Neugründungen der letzten drei Jahre (ab 01.01.2018)
  • Kategorie 5: ELMAR Arbeitgeber

 

Auf alle Gewinner warten zusätzlich zur begehrten ELMAR-Trophäe attraktive Preisträger-Pakete. Neben Kommunikationsmitteln erhalten die Unternehmen gestaffelte Preisgelder für Marketing-Aktivitäten. Unterstützung bei der aktiven Pressearbeit bieten individuelle Pressetexte und -fotos sowie ein professioneller Leitfaden. Des Weiteren werden alle ELMAR-Preisträger in die Kommunikation der Initiative „Elektromarken. Starke Partner.“ eingebunden.

 

Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland können sich bis zum 15. August 2021 über die Internetseite elektromarken.de für den ELMAR 2021 bewerben. Nach einem mehrstufigen Wettbewerbsverfahren entscheidet im Herbst dieses Jahres eine unabhängige Expertenjury über die ELMAR-Preisträger 2021. Diese werden traditionell Ende des Jahres im Rahmen des „Markenforums der Elektrobranche“ im feierlichen Ambiente der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Wissen auf Knopfdruck – die FAQ Videodatenbank
1. Jubiläum der eAcademy by MITEGRO

Sie haben eine technische Frage? Die eAcademy hat die Antwort. In der neuen FAQ-Videodatenbank lernen Sie auf Knopfdruck die Antworten auf die relevanten Fragen am Markt kennen.

 

Mit dem Wissen der teilnehmenden Hersteller lässt sich in wenigen Minuten ein hoher Lernerfolg erzielen.

 

1. Jubiläum der eAcademy by MITEGRO

 

Zum 1. Jubiläum der eAcademy haben die Lieferanten Ihnen die wichtigsten Kunden-Fragen der Elektrobranche in fast 100 Videos beantwortet. Wählen Sie aus 8 Kategorien aufgeteilt in Grundlagenwissen und Know How für Fortgeschrittene aus und lernen Sie in wenigen Minuten die Antwort kennen.

 

Ihre Frage wurde nicht beantwortet? Teilen Sie uns diese mit und zusammen mit unseren Herstellern versuchen wir, diese Frage in einem Kurzvideo für Sie zu beantworten.

 

Bleiben Sie so am Ball – lernen in kleinen Einheiten ist das perfekte Format für all diejenigen unter Ihnen, die wenig Zeit haben.

 

Entdecken Sie die neuen Kurzvideos: https://eacademy.mitegro.de/kurzvideos/

 

Bundeswirtschaftsministerium veröffentlicht finale Kriterien für Corona-Überbrückungshilfen
Wer antragsberechtigt ist und welche Zuschüsse zu erwarten sind

Das Bundeswirtschaftsministerium hat am 8. Juli die finalen Kriterien und Informationen zum Antragsverfahren für die Überbrückungshilfen im Kontext der Coronakrise veröffentlicht. Wirtschaftlich stark betroffene Unternehmen können nun ab dem 10. Juli Anträge stellen, um sich zur Kompensation ihrer Umsatzausfälle einen Teil ihrer betrieblichen Fixkosten erstatten zu lassen.

Die Masse der KMU ist antragsberechtigt

Für die Überbrückungshilfen antragsberechtigt sind laut BMWi Unternehmen, Soloselbstständige, Freiberufler, aber auch gemeinnützige Unternehmen und Organisationen – unabhängig von ihrer Rechtsform, aber mit Sitz oder Betriebsstätte im Inland –, die bereits vor dem 1. November 2019 am Markt tätig waren. Zentrale Voraussetzung ist ein Umsatzrückgang in den Monaten April und Mai 2020 in Höhe von insgesamt mindestens 60 % gegenüber den Monaten April und Mai 2019. Mittelständische Unternehmen können dabei unabhängig von der Zahl ihrer Beschäftigten Überbrückungshilfen beantragen, sofern sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren, also einen Umsatz von mehr als 50 Mio. Euro bzw. eine Bilanzsumme von mehr als 43 Mio. Euro aufweisen.

Höhe der Zuschüsse

Die Überbrückungshilfen sollen – als Zuschuss zu den betrieblichen Fixkosten – der Sicherung der wirtschaftlichen Existenz von Unternehmen dienen, die Corona-bedingt auch in den Monaten Juni bis August 2020 noch erhebliche Umsatzausfälle erleiden. Die Höhe der für diese drei Monate ausgezahlten Zuschüsse ist abhängig von der Höhe des Umsatzeinbruchs.

Konkret erstattet wird den Unternehmen ein Anteil in Höhe von

  • 80 % der Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzrückgang,
  • 50 % der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 50 % und 70 %,
  • 40 % der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 40 % und unter 50 %

im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Zu den erstattungsfähigen Fixkosten zählen unter anderem Mieten, Pachten, Finanzierungskosten, weitere feste Ausgaben, Kosten für Auszubildende und Grundsteuern. Aufwendungen für Personal, das nicht in Kurzarbeit geschickt werden kann, können in Höhe einer Pauschale von 10 % der Fixkosten geltend gemacht werden. Ein Unternehmerlohn wird hingegen nicht erstattet.

Die Zuschüsse pro Unternehmen sind grundsätzlich auf maximal 50.000 Euro pro Monat für höchstens drei Monate gedeckelt. Bei Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag für bis zu drei Monate 3.000 Euro pro Monat, bei Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten sind dies 5.000 Euro. Bei besonders hohen Fixkosten können die maximalen Erstattungsbeträge für Kleinunternehmen in begründeten Ausnahmefällen überschritten werden. Hierfür müsste der rechnerisch auszuzahlende Zuschuss mindestens das Doppelte des maximalen Erstattungsbetrages für das jeweilige Unternehmen betragen.

Digitales Antragsverfahren und dezentrale Auszahlung

Die Antragstellung wird in einem bundesweit einheitlichen und vollständig digitalen Verfahren durchgeführt. Anträge können dabei ausschließlich von einem vom jeweiligen Unternehmen beauftragten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer gestellt werden. Dieser prüft im Rahmen der Antragstellung die geltend gemachten Umsatzeinbrüche und die fixen Kosten. Die Kosten für die Prüfung können ebenfalls anteilig geltend gemacht werden.

Die Antragsplattform mit weiteren Informationen unter diesem Link erreichbar. Die Antragstellung wird über diese Plattform ab dem 10. Juli 2020 möglich sein und muss bis spätestens zum 31. August 2020 erfolgen. Auch wenn die Antragstellung bundesweit einheitlich organisiert ist, erfolgt die Umsetzung und Auszahlung der Überbrückungshilfen durch die jeweiligen Bundesländer. Eine sichere Weiterleitung der Antragsdaten an die zuständigen Landesbehörden soll dabei gewährleistet sein.

Eine Kumulierung der Überbrückungshilfen mit anderen Programmen von Bund und Ländern im Rahmen mit der Corona-Krise, aber auch mit bestehenden De-minimis-Beihilfen ist grundsätzlich möglich. Unternehmen, die die Soforthilfe des Bundes oder der Länder in Anspruch genommen haben, sind bei Erfüllen der Voraussetzungen auch für die Überbrückungshilfen antragsberechtigt. Allerdings würde bei Überschneidung der Förderzeiträume von Soforthilfe und Überbrückungshilfen eine anteilige Anrechnung erfolgen. Eine Überkompensation ist vom Unternehmen zurückzuzahlen. Damit die Zuschüsse den Unternehmen in vollem Umfang zu Gute kommen, sollen sie bei den Steuervorauszahlungen für das Jahr 2020 nicht berücksichtigt werden. Auch im Rahmen der Steuererklärung für 2020 soll der Zuschuss nur dann versteuert werden müssen, wenn das Unternehmen in diesem Jahr einen positiven Gewinn erwirtschaftet hat.

Quelle: ZGV

Neuheiten im Urlaubsrecht
Bild: Pixabay.comPersonalverantwortliche sollten stets informieren und ihr Urlaubsmanagement entsprechend anpassen.

Es ist nicht leicht beim Urlaubsrecht immer auf dem neusten Stand zu sein. Immer wieder werden die Rechte und Pflichten von Arbeitgebern und -nehmern zu diesem Thema angepasst und verändert. Um einen Überblick über die aktuelle Rechtsprechung für das Urlaubsmanagement zu bekommen, hat e-masters Ihnen die 5 wichtigsten Themen zusammengefasst.

1. Über Resturlaub muss informiert werden

Unternehmen müssen Ihren Mitarbeitern, laut Bundesarbeitsgericht (BAG), klar und transparent mitteilen, wieviel Jahresurlaub noch besteht und wann der Anspruch darauf verfällt. Es ist empfohlen, die Informationen schriftlich zu überbringen, da der Arbeitgeber die Beweislast trägt. Dem Mitarbeiter muss durch einen Hinweis darauf, die Möglichkeit gegeben werden, seinen Resturlaub nehmen zu können.

2. Während des Sonderurlaubs entsteht kein regulärer Anspruch auf Urlaub

Die Vertragsparteien haben während der Zeit des Sonderurlaubs ihre Hauptleistungspflichten vorübergehend ausgesetzt, somit entsteht nun kein regulärer Anspruch auf Urlaub. Arbeitgeber sollten Mitarbeiter vor der Genehmigung von Sonderurlaub schriftlich über diesen Sachverhalt informieren und sich die Kenntnisnahme beweissicher bestätigen lassen. Nur so können Missverständnisse bei der Urlaubsberechnung von vorneherein vermieden werden.

3. Kurzarbeit

Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs verschafft betroffenen Arbeitnehmern eine gewisse Entlastung. Ihnen wird ein Mindestjahresurlaub zugesichert. Arbeitnehmer haben hierbei einen Anspruch auf vier Wochen normal vergüteten Urlaub ungeachtet früherer Kurzarbeitszeiten. Jedoch hängt die Dauer des Mindestjahresurlaubs von der tatsächlich erbrachten Leistung im betroffenen Zeitraum ab. Arbeitnehmer sollten deshalb die Arbeitszeiten genau dokumentieren um Konflikte diesbezüglich vermeiden zu können.

4. Urlaubsanspruch Arbeitstätiger in Elternzeit

Ein aktuelles BAG-Urteil befindet, dass Mitarbeiter zwar auch während der Elternzeit einen Anspruch auf Urlaub haben, dieser aber im Gegensatz zum Mutterschutz- oder Krankheitsfall vom Arbeitgeber gekürzt werden kann. Bis zu ein Zwölftel je vollem Kalendermonat ist hier möglich. Um zu vermeiden, den Urlaubsanspruch beim Ausscheiden eines Mitarbeiters auszahlen zu müssen, sollte das Unternehmen bestenfalls die Urlaubskürzung schriftlich vor Beginn der Elternzeit aussprechen. Sollte sich der Arbeitnehmer schon in Elternzeit befinden, ist zu empfehlen, dies schnellstmöglich nachzuholen.

5. Urlaubsanspruch im Todesfall

Laut BAG-Beschluss verfällt der Urlaubsanspruch von Arbeitnehmern im Todesfall nicht. Erben haben damit einen Anspruch auf die Auszahlung des nicht genommenen Jahresurlaubs. Es sollte darauf geachtet werden, nur an die Erben gemäß Erbschein auszuzahlen und dabei auch das Dokument im Original zu fordern.

Konjunkturpaket und Kfz-Steuer
Bundeskabinett beschließt Details

Die Bundesregierung hat die umstrittene Senkung der Mehrwertsteuer und weitere Steuergesetze sowie Überbrückungshilfen auf den Weg gebracht. Bei der Neuregelung der Kfz-Steuer wurde zudem eine Sonderregelung für Betriebe mit Kleintransportern gefunden.

Kinderbonus von 300 Euro soll ebenfalls für Nachfrage sorgen

Im Einzelnen sieht sie Senkung vor, dass der Umsatzsteuersatz befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 von 19 auf 16 Prozent und von sieben auf fünf Prozent gesenkt wird. Nicht gesenkt wird die Mehrwertsteuer auf Tabakprodukte. Einen Nachfrageimpuls erwartet die Regierung auch durch einen einmaligen Kinderbonus von 300 Euro für jedes kindergeldberechtigte Kind, der im Herbst in zwei Tranchen ausbezahlt werden soll, sowie durch eine Entlastung von Alleinerziehenden.

Steuerliche Verlustverrechnung wird ausgeweitet

Darüber hinaus wurden steuerliche Erleichterungen und Investitionsanreize für Unternehmen beschlossen. So soll der steuerliche Verlustrücktrag für dieses Jahr und für 2021 auf fünf oder 10 Millionen Euro (bei "Zusammenveranlagung" von Eheleuten) erhöht werden. Außerdem soll ein Mechanismus eingeführt, dass der vorläufige Verlustrücktrag schon von den Einkünften von 2019 abgezogen und mit der Steuererklärung für 2019 genutzt werden kann. Dabei beträgt der vorläufige Verlustrücktrag "pauschal 30 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte des Veranlagungszeitraums 2019", heißt es.

Investitionsanreize durch bessere Abschreibungsbedingungen

Daneben soll es eine degressive Abschreibung von 25 Prozent für alle Wirtschafsgüter geben, die 2020 und 2021 angeschafft werden. Außerdem soll die Gewerbesteuer etwas abgeschwächt werden, indem der Freibetrag auf Hinzurechnungen von 100.000 auf 200.000 Euro erhöht wird. Mieten, Pachten oder Leasingraten, die ebenfalls zur Berechnung der Gewerbesteuer hinzugezogen werden, schlagen damit bei der Steuer nicht mehr ganz so stark zu Buche. Alles in allem führt das zweite Corona-Steuergesetz zu Mindereinnahmen von rund 28 Milliarden Euro. Die Ausfälle werden allein vom Bund getragen, betonte Scholz.

Neue Kraftfahrzeugsteuer zum 1. Januar 2021

Als weiteres Steuergesetz hat das Kabinett den Gesetzesentwurf zur Neuregelung der Kraftfahrzeugsteuer zum 1. Januar 2021 beschlossen. Große und schwere Neu-Fahrzeuge mit einem hohen Spritverbrauch und einem Kohlendioxidausstoß von mehr als 195 Gramm C02 pro Kilometer sollen künftig einen doppelt so hohen Aufschlag auf die Kfz-Steuer bezahlen. Stößt ein neues Auto bis 95 Gramm soll es im Vergleich zu heute begünstigt werden. So sollen Neuzulassungen mit einem CO2-Wert bis 95 g/km, die vom 12. Juni 2020 bis zum 31. Dezember 2024 erstmals zugelassen werden, für einen Zeitraum von maximal fünf Jahren - bis längstens zum 31. Dezember 2025 - eine Steuervergünstigung von 30 Euro pro Jahr bekommen.

Geringere Kfz-Steuer für leichte Nutzfahrzeuge

Insgesamt steigt für neu zugelassene Fahrzeuge der Zuschlag in fünf Stufen je nach C02-Ausstoß. So erhöht sich der Steuersatz von zwei Euro je g/km in der Stufe 1 (über 95 g/km bis 115g/km) auf vier Euro je g/km in der höchsten Stufe (über 195g/km). Außerdem sollen die insbesondere von Handwerksbetrieben verwendeten leichten Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht künftig nach den gewichtsbezogenen Steuersätzen für Nutzfahrzeuge besteuert werden. Damit sollen insbesondere kleine und mittlere Betriebe entlastet werden, heißt es im Bundesfinanzministerium.

Branchenübergreifende Überbrückungshilfen für Juni bis August

Beschlossen wurden auch die im Koalitionsausschuss vereinbarten branchenoffenen Überbrückungshilfen für besonders von der Corona-Krise betroffene kleine und mittelständische Unternehmen. "Die Förderung des neuen Programms ist deutlich höher als bei der Soforthilfe. Es können von Juni bis August je nach Umsatzausfall bis zu 150.000 Euro an betrieblichen Fixkosten erstattet werden", betonte Altmaier. "Dafür schauen wir aber auch sehr viel genauer hin und erstatten nur, wenn ein Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer die Umsatzausfälle und die betrieblichen Fixkosten bestätigt hat", fügte er hinzu. Die Eckpunkte müssen jetzt noch als Gesetz ausgearbeitet, nochmals vom Kabinett sowie vom Bundestag beschlossen werden. Die ersten Auszahlungen sollten spätestens Anfang Juli fließen, hieß es.

Zuschuss von bis zu 80 Prozent der Fixkosten möglich

Wie es in den Eckpunkten genau heißt, sollen 80 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch, 50 Prozent der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 und 70 Prozent und 40 Prozent der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 40 und 50 Prozent im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat erstattet werden. Zu den Fixkosten zählen etwa Mieten, Pachten oder Leasingverträge oder die Kosten für den Steuerberater.

Eckpunkte: Anträge über Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer

Antragsberechtigt sind laut Bundeswirtschaftsministerium Unternehmen, deren Umsätze Corona-bedingt im April und Mai 2020 um mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 rückgängig gewesen sind. Außerdem dürfen sie Ende 2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein. Dabei endete die Antragsfrist spätestens am 31. August und die Auszahlungsfrist am 30. November 2020. Dabei wird das Antragsverfahren laut Eckpunkten durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer durchgeführt und direkt über EDV an die jeweiligen Bewilligungsstellen der Länder übermittelt. Dabei können die Unternehmen anfangs auch eine Umsatzschätzung abgeben, die später abgeglichen wird. "Ergibt sich dann, dass der Umsatzrückgang von 60 Prozent entgegen der Prognose nicht erreicht wird, sind bereits ausgezahlte Zuschüsse zurückzuzahlen", heißt es weiter.

Quelle: deutsche-handwerks-zeitung.de